Stereotaktische und Funktionelle Neurochirurgie am International Neuroscience Institute Hannover
Leiter: Prof. Dr. med. Dieter Hellwig
Was ist Stereotaktische und Funktionelle Neurochirurgie?
Unter stereotaktischer Neurochirurgie versteht man ein operatives Verfahren, das angewandt wird, um Regionen im Gehirn dreidimensional millimetergenau zu erreichen. Dieses Verfahren wird zur Abklärung unklarer Prozesse im Gehirn durch Gewebeentnahme oder aber zur Behandlung von Bewegungsstörungen angewandt. Die Funktionelle Neurochirurgie ist ein Überbegriff für Eingriffe am Zentralen Nervensystem, die durchgeführt werden um Erkankungen durch direkte Applikation von elektrischen Strom oder Medikamenten zu behandeln. Man umschreibt diese Methoden auch mit dem Begriff Neuromodulation, die im Gegensatz zu den früher üblichen Ausschaltungsoperationen (neuroablative Eingriffe) funktionserhaltend sind.
Welche operativen Verfahren werden angewandt und welche Krankheiten können damit behandelt werden?
Die Tiefe Hirnstimulation (THS) bei zentralen Bewegungsstörungen wie Morbus Parkinson, Dystonie oder Tremor. Die THS kann auch zur Behandlung von Schmerzsyndromen und psychiatrischen Erkrankungen eingesetzt werden.
Die Rückenmarksnahe Stimulation (SCS) bei chronischen Schmerzen und Angina pectoris.
Die Motorcortexstimulation (MCS) bei Schmerzen nach Schlaganfall und chronischem Gesichtsschmerz.
Die Pumpengesteuerte Arzneimittelinfusion (IST) in den Rückenmarkskanal bei chronischen Schmerzen und Spastik.
Welche Patienten sind für diese Eingriffe geeignet?
Patienten, bei denen eine medikamentöse Therapie nicht mehr wirkt oder zu viele Nebenwirkungen hat, sollten sich über neuromodulatorische Verfahren informieren.
Weitere Therapieangebote
Neuroendoskopische Eingriffe bei Hydrocephalus und bei zystischen intrakraniellen Läsionen
Prof. Dr. med. Dieter Hellwig


